Meldung vom 04.04.2025 / KfW Entwicklungsbank
Die KfW und Christiane Laibach auf dem Global Disability Summit in Berlin

Am 2. und 3. April hat in Berlin der Global Disability Summit 2025 stattgefunden. Dieses Treffen ist ein wichtiges Forum für internationale, nationale und regionale Akteure, NGOs und Vertreter aus der freien Wirtschaft, sich zu Inklusion von Menschen mit Behinderung auszutauschen und das Thema weiter voranzubringen Auch die KfW war mit einer Delegation, inklusive Vorstandsmitglied Christiane Laibach, vor Ort.
Der diesmalige Gipfel wurde als Kooperation zwischen Deutschland, dem Königreich Jordanien und der International Disability Alliance organisiert. Er fand zum dritten Mal statt und bot nicht zuletzt für Menschen mit Behinderungen eine Plattform, um ihre Anliegen einzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Besonders Personen aus dem globalen Süden, die in vielen Debatten zu diesem Thema vernachlässigt werden, konnten sich hier Gehör verschaffen. Da rund 80 % der geschätzten 1,3 Milliarden Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern leben, leistete dieser Gipfel auch einen wichtigen Beitrag, um deren Belange sichtbarer zu machen.
Bei der Eröffnung des Gipfels hoben König Abdullah II. Ibn Al-Hussein von Jordanien und Bundeskanzler Olaf Scholz die Bedeutung von Inklusion für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung hervor.
Ein 15-Prozent-Ziel als Ergebnis
Herzstück des Summits war die Unterzeichnung der Amman-Berlin Erklärung durch mehr als 80 Staaten. Sie bekräftigt das internationale Engagement für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und setzt ein neues Ziel bis 2028 in der Entwicklungszusammenarbeit: Unter dem Slogan „15% for the 15%“ wird angestrebt, dass künftig 15 % der Maßnahmen des jeweiligen Länderportfolios zur Inklusion beitragen. Damit trägt die Amman-Berlin Erklärung zum weiteren Abbau von Barrieren bei, damit alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Von deutscher Seite unterzeichnete die geschäftsführende Bundesministerin Svenja Schulze die Erklärung.
Beim Summit unterzeichneten Ministerin Schulze und der jordanische Bildungsminister Azmy Mahmoud Mahafzah auch eine Absichtserklärung für eine Schuldenumwandlung für den Bildungssektor. Sie umfasst insgesamt 46 Millionen Euro, von denen 5 Millionen für Inklusionsmaßnahmen vorgesehen sind. Dabei werden, nach Genehmigung vom BMZ, Schulen in Richtung Inklusion umgerüstet. Außerdem entstehen Magnetschulen, an denen Schüler:innen mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Insgesamt sollen dadurch fast 15.000 Schüler:innen profitieren, davon mehr als 2.100 mit Behinderungen.

Zugleich präsentierte das BMZ einige Erfolge aus seiner Arbeit rund um das Thema Inklusion. So ist der Anteil an Vorhaben mit inklusiven Ansätzen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, gemessen am Gesamtvolumen, von 4 % vor 2024 auf mittlerweile 11 % gestiegen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Inklusion als Querschnittsthema bedeutsam ist für die Erreichung der SDGs und damit auch für den Fortschritt gerade vieler armer Länder.
KfW präsentiert sich als inklusives Unternehmen
Auch die KfW war in Berlin mit einer Delegation vertreten. Vorstandsmitglied Christiane Laibach besuchte den KfW Stand und tauschte sich dort mit Kolleginnen und Kollegen aus. Zudem nahm sie an einem Panel zum Thema „Inclusive Financing“ teil. Dort betonte Christiane Laibach, dass die KfW Entwicklungsbank ihr Inklusions-Portfolio bereits ausgebaut habe, jedoch noch viel getan werden müsse, um Inklusion strukturell als Querschnittsthema in die Finanzierungen aufzunehmen. Sie sagte, dass Inklusionsaspekte grundsätzlich unabhängig von Sektor, Länderkontext oder Finanzierungsinstrument beachtet werden sollten, es jedoch vor allem wichtig sei, hier eng mit den Partnerländern zusammen zu arbeiten. Denn das Thema könne nicht von deutscher Seite „vorgegeben“ werden, sondern benötige Ownership auf beiden Seiten.

In der KfW spielt Inklusion nicht nur im Portfolio, sondern auch innerhalb der Organisation eine wachsende Rolle. So gibt es seit 2022 ein Task Team Inklusion (TTI) in der Entwicklungsbank dazu. Auf dem Summit konnte sich das Task Team mit verschiedenen relevanten Akteuren vernetzen und die KfW als inklusiven Arbeitgeber präsentieren.
TTI-Mitglied Martin Schmid dazu: „Wir freuen uns sehr darüber, dass es uns gemeinsam mit anderen Durchführungsorganisationen gelungen ist, den Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung eine Stimme zu geben und ihre wertvolle Arbeit in unseren Organisationen sichtbarer zu machen. Hand in Hand mit Weltbank, International Labour Organization (ILO) und GIZ/BMZ, arbeiten wir daran, das Tätigkeitsfeld Entwicklungszusammenarbeit auch für Kolleginnen und Kollegen mit Einschränkungen attraktiv zu machen.“
Der nächste Inklusions-Gipfel findet 2028 in Katar statt.
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